Tim Fischer – Cabaret Berlin

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Die neuen 20er laden ein, zurückzublicken, nachzudenken und in die Zukunft zu schauen. Aus verschiedensten Perspektiven werden Vergleiche zu den „Goldenen 20ern“ gezogen, Anknüpfungspunkte werden spürbar, Parallelen erkennbar, Sehnsüchte erwachen.

Berlin avancierte damals zum Magneten für Künstler aller Genres. Ästhetisch und künstlerisch betrachtet brachten die 20er und 30er des letzten Jahrhunderts eine enorme Vielfalt hervor, die einmalig ist. Zugleich lässt einen das Nebeneinander von hemmungsloser Dekadenz und bitterster Armut schaudern. Dieser krasse Gegensatz spiegelt sich berührend und eindrücklich in den Gedichten und Liedern jener Zeit wider und bildet auch den Hintergrund für Tom Tykwers Erfolgsserie „Babylon Berlin“, in der ich das Vergnügen habe, als verruchter Nachtklubbesitzer Ilja Tretschkow mitzuwirken. Für die dritte TV-Staffel haben Oliver Potratz und ich die frivole Revue-Nummer „Heut’ Nacht in Peru“ geschrieben.

Am legendären Hansa Theater in Hamburg gab man mir die Chance, in dem ultimativen Berlin-Musical „Cabaret“ den Conférencier zu geben und mich – eingebettet in ein fantastisches Ensemble – ordentlich auszutoben. Ein üppiges Medley mit den Hits dieses Megaerfolges darf deshalb auf dieser CD nicht fehlen.

Den Evergreen „Ich hab’ noch einen Koffer in Berlin“ serviere ich in einer englischen Übersetzung. Doch finden sich auf dieser CD nicht nur „echte Berliner Lieder“, sondern auch solche, deren Inhalt ich mit der Metropole verbinde, die seit vielen Jahren meine Wahlheimat ist. So fügt sich Stephan Sulkes „Ich bin altes Zimmer“ ebenso ein, wie Thomas Pigors „Müdigkeit“ oder Cora Frosts Liebeslied „9:00 – 10:00“.

Dass es gelungen ist die große Film- und Theaterschauspielerin Karin Baal, die vom Wedding aus ihre internationale Karriere startete („Die Halbstarken“, „Wir Kellerkinder“, „Haus ohne Hüter“, „Berlin Alexanderplatz“, „Die Mitläufer“, „Die Abschiebung“, „Der Tunnel“ u.v.a.) für dieses CD-Projekt zu gewinnen, ist mir eine außerordentliche Freude! Durch ihre einzigartige Interpretationskunst und ihren ganz eigenen Stil verleiht „die Baal“ der Lyrik von Bertolt Brecht, Georg Kreisler und Kurt Tucholsky eine ganz besondere Note und ist eine absolute Bereicherung für „Cabaret Berlin“!

Mein größtes Glück ist, dass ich wieder mit dem meisterhaften Bassisten, Komponisten und Arrangeur, meinem musikalischen Leiter Oliver Potratz und seinen virtuosen Musikerinnen und Musikern arbeiten durfte! Ihr Einfühlungsvermögen und ihre Versiertheit ermöglichten es mir, mich total zu entfalten und ganz und gar in die jeweilige Atmosphäre einzutauchen.

„Die Stadt Berlin hat mancher schon besungen“ begann Willi Kollo einst sein Lied „Das ist Berlin wie’s weint, Berlin wie’s lacht“. Dass ich mich nun in die Riege der Singenden einreihen darf, empfinde ich als eine ganz große Ehre!

Tim Fischer

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